Die Geschäftsführer Manuel und Michael blicken zurück auf das Jahr 2020

Ein aufregendes Jahr geht 2020 zu Ende. Was diese turbulente Zeit mit den beiden brandpfeil-Geschäftspartnern Manuel & Michael gemacht hat und welche Pläne sie für das neue Jahr haben, berichten beide in einem ausführlichen Interview.

von Olivia

Olivia: Manuel, du verfolgst die Entwicklung von brandpfeil seit Anfang an. Was hat denn das Jahr 2020 mit brandpfeil gemacht im Vergleich zu den Jahren davor? 

Manuel: Dieses Jahr hat den Gründungsmodus zurückgebracht. Dadurch, dass manche Bereiche durch Corona stärker betroffen waren, mussten wir schnell erfinderisch sein. Ich fühlte mich wie zur Gründungsphase – als man sich jeden Tag neu erfinden musste, um marktfähig zu sein. Aber das haben wir gut gemacht und jeden Tag dazugelernt. 

Olivia: Wenn du Michael heute nochmal auf dieses Jahr zurückblickst, würdest du etwas ändern wollen? Gibt es Entscheidungen, die du bereust?

Michael: Ich bereue keine unserer Entscheidungen. Die Entscheidung, mit einem Teil des Teams im April in Kurzarbeit zu gehen, würde ich aber mit dem jetzigen Wissensstand anders treffen. Leider sind Kundenbudgets weggebrochen und einige Kunden sind komplett ausgefallen. Dadurch mussten wir schauen, wie wir gegensteuern. […] Die Entscheidung der Kurzarbeit hat durchaus für eine gedrückte Stimmung im Team gesorgt, die ich uns im Nachhinein gerne erspart hätte. 

Olivia: Auf welche Projekte, die du dieses Jahr begleiten durftest, bist du besonders stolz, Manuel?

Manuel: MIKA – das war ein sehr schönes und emotionales Projekt. Das Projekt hat sich extrem gewandelt. Wir sind für eine Webseitenumsetzung angefragt wurden und haben mit dem Kunden festgestellt, dass noch eine digitale Produktentwicklung von Nöten ist. Das Team war in der Hochphase des Projekts mindestens genauso tief im Verständnis vom Produkt wie der Kunde selbst. Dieses Feedback haben wir sogar vom Kunden bekommen. Wir haben extrem viel gelernt und bewiesen, dass wir in der Lage sind Projektbriefings zu hinterfragen, wenn wir glauben, dass es nicht die richtige Basis ist um etwas darauf aufzubauen. Das Standardgeschäft dieses Jahr war 2020 neu zu erfinden, weil die Gesamtsituation neue Prozesse erfordert hat. Man darf nicht vergessen, wieviel gut gelaufen ist, obwohl alle Stellschrauben verändert worden sind. Dass wir es trotzdem geschafft haben, Prozesse und Timings einzuhalten und mit Kunden in einen Abstimmungsmodi zu gehen, finde ich, ist auch einer der Projekte, auf die man 2020 stolz sein kann. 

„Das Standardgeschäft dieses Jahr war 2020 neu zu erfinden, weil die Gesamtsituation neue Prozesse erfordert hat.“

Olivia: Ihr habt es ja bereits mehrfach angedeutet. Anfang des Jahres kam Corona auf Euch zu und Mitte März 2020 wurde der Lockdown verkündet. Michael, was ging dir als Geschäftsführer zu diesem Zeitpunkt durch den Kopf? 

Michael: Gut, dass wir schon alle auf Laptops umgestellt haben! Als sich abzeichnete, dass wir aufgrund des vorhandenen Wissenstandes über das Virus, zunächst vielen Leuten raten ins Homeoffice zu wechseln, waren wir froh, dass wir schon im Jahr zuvor entschieden hatten, alle Mitarbeiter mit Laptops auszustatten. Die größte Herausforderung war die Umstellung der Arbeits- und Kommunikationsweisen. brandpfeil wurde nicht als „Remote company“ gegründet; wir leben stark vom Dialog, dem Zusammenkommen, sowie vom schnellen Austausch. Nach dem Lockdown mussten wir daher herausfinden, wie wir diese Kernelemente unserer Zusammenarbeit auch digital abbilden können. In Teilen hat sich aber auch unsere Arbeitsweise verändert.

Olivia: Kommen eure Online-Meetings dem persönlichen Kontakt sehr nahe oder sollte ein persönliches Meeting immer vorrangig sein?

Manuel: Ein Online-Meeting ist das bessere Telefonat, ersetzt aber noch lange nicht die Anwesenheit. Es ist was anderes, wenn man mit einer Person im gleichen Raum ist. Man bemerkt viel mehr die kleinen, leisen Töne, die im Online-Meeting verloren gehen. Ich sehne mich nach dem Zeitpunkt, wo man sich wieder treffen darf – gerne auch draußen. Es ist einfach die schönere Atmosphäre spazieren zu gehen, als im Konferenzraum zu sitzen. 

Olivia: Wie ist das für eure Kunden, Michael? Kommen die mit den Veränderungen in der Kommunikation auch klar? 

Michael: Wir haben auch vorher schon einen hohen Anteil unserer Kundenbeziehungen „übers Telefon geführt“. Einer unserer wichtigsten Kunden hat seinen Sitz in der Nähe von Stuttgart. Da waren wir im Jahr 2 Mal vor Ort, auch früher schon. Wir sind es im Denken und Handeln gewohnt, mit Kunden auf Distanz umzugehen, obwohl die Mehrzahl der Kunden aus Hamburg und Umgebung kommt. Die Umstellung auf Video Call ist ein Gewinn, weil man die Chance hat, eine visuelle Ebene aufzubauen. Vor allem hat Screen-Sharing an Bedeutung gewonnen. Früher haben wir Dateien geschickt und schriftlich kommentiert. Heute kann man schnell einen Call aufbauen und Dokumente direkt zeigen. 

Olivia: Hatte denn das Virus noch weitere positive Effekte auf brandpfeil?

Michael: Leider sind gerade im März einige Projekte weggebrochen. Andererseits hatten wir auch Kunden, die normalerweise einen sehr hohen Workload im Tagesgeschäft haben und auf einmal Zeit für neue Projekte bekamen. Da hatte das Virus sogar einen positiven Einfluss. In vielen Branchen wird auf die Themen Online-Marketing, Webentwicklung und Digitalisierung aktuell mehr gesetzt. Das hat uns neuen Schwung verliehen. 

Olivia: Habt ihr Angst vor den weiteren negativen Folgen, die das Virus im kommenden Jahr 2021 auf brandpfeil haben könnte? 

Manuel: Wenn Corona ein Computervirus wird und das Internet dadurch abgeschalten würde, dann wäre es kritisch. Ansonsten sehe ich Licht am Ende des Tunnels. 

Michael: Ich habe keine Angst. Ich glaube, dass wir gut aufgestellt sind. Die kritische Phase im Frühjahr hat uns mehr Klarheit gebracht. Wir werden mit guter Hoffnung ins nächste Jahr gehen. Ich denke, dass es gesamtwirtschaftlich noch einige Verwerfungen geben wird. Aber mit den Erfahrungen aus diesem Jahr, bin ich überzeugt davon, dass wir damit umgehen und unsere Entwicklungsrichtung weiterverfolgen. 

„Wir werden mit guter Hoffnung ins nächste Jahr gehen. Ich denke, dass es gesamtwirtschaftlich noch einige Verwerfungen geben wird.“

Olivia: Was habt ihr denn in eurer Freizeit dieses Jahr am liebsten gemacht, um mal dem Virus aus dem Weg zu gehen? Hast du Manuel vielleicht Tipps für die Leser?

Manuel: Spazieren gehen. Selbst morgens ins Büro spazieren, um die Bahnfahrt zu vermeiden. Fahrrad fahren, spazieren, frische Luft. Das kann man ständig wiederholen. Das Hamburger Umland habe ich besser kennengelernt. Es ist faszinierend, dass man sich für jedes Wochenende ein anderes Grüngebiet aussuchen kann. Aber auch, sich für den Tag selbst zu belohnen und was Gutes zu kochen. 

Olivia: Michael, welche Ideen und Ziele hast du für brandpfeil nächstes Jahr mitgebracht?

Michael: Ich glaube daran, dass es weiter Challenges geben wird. Ich wünsche mir, dass wir die sehr aktiv mitgestalten, indem wir mit unseren Kunden gemeinsam tolle Projekte machen. Wir beide möchten uns stärker auf der Ideengenerierungsseite sehen. Also, dass wir mit den Kunden gemeinsam in die Planung gehen, Roadmaps entwickeln und uns mit unseren Kunden zusammen weiterentwickeln. Aber auch sonst eine gute Zeit mit unseren Mitarbeitern und Kunden zu haben. 

Olivia: Zum Schluss noch eine wichtige Frage. Was wünscht ihr euch für die Zukunft für brandpfeil? 

Michael: Dass wir keine existenziellen Sorgen haben müssen, allesamt gut durch diese Konstellation kommen, alle gesund sind und ich wünsche mir von Herzen, dass wir mal wieder richtig zusammen feiern können.  

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