Social Media Strategien: auch für dein Unternehmen von Bedeutung

Die Nutzung von sozialen Medien rückt für Unternehmen immer mehr in den Vordergrund. Hier erfährst du, mit welchen Strategien du deine Community erreichst um potentielle Kunden zu akquirieren.

von Olivia

Social Media – für viele etablierte Unternehmen ein unterschätztes Kommunikationstool. Dabei können Facebook, Instagram,
LinkedIn und Co. viel mehr als nur das reine Weitergeben von Informationen.
Mit der Erstellung eines langfristigen Content Plans und der Nutzung von
geeigneten Strategien kannst du mit Social Media eine höhere Anzahl an Leads generieren und neue Kunden gewinnen. Dieser Beitrag wird drei wesentliche Funktionen zur Erstellung von strategischem Content und dessen Anwendung im Web 2.0 präsentieren.

1. Interaktiver Content

Mit interaktiven Inhalten hast du einen erheblichen Nutzen. Du kannst mit deiner Zielgruppe interagieren und eine Community aufbauen. Diese beiden Effekte sind für Social Media essenziell. Deine Inhalte können noch so informativ und relevant sein, wenn sich deine Leser nicht damit identifizieren. In sozialen Netzwerken liegt der Fokus immer auf der Kommunikation mit den Followern. Denn diese wollen sich in der Regel nicht nur informieren, sondern auch über Inhalte reden, sie mit ihrem Umfeld teilen und sich als Teil der Community fühlen. Doch nun stellen sich die Fragen: wie generiere ich interaktive Inhalte? Wie unterscheiden sich interaktive Postings von informativen Posts?

„Die Nutzung von interaktiven Content hilft beim Aufbau und der Pflege einer Community.“

In der Wissenschaft wurden mehrere Faktoren festgelegt, um diese Art von Inhalten zu definieren. Dabei geht es vor allem darum, eine neue Community aufzubauen. Dies kann geschehen, indem öffentlich Fragen von Lesern beantwortet werden, aber auch direkt Fragen an die Follower gestellt werden. Postings können beispielsweise so aussehen: „Heute haben wir die freie Zeit genutzt und unser Office weihnachtlich dekoriert. Seid ihr schon in Weihnachtsstimmung?“. Hier wird eine Antwort von den Lesern erwartet. Diese wiederum erlangen das Gefühl, dass sich das Unternehmen für ihre Belange interessiert und ein gegenseitiger Austausch stattfindet. 

Im Ergebnis fühlt sich die Zielgruppe als Teil einer Community. Dieser Effekt führt dazu, dass das Unternehmen Leser emotional langfristig binden kann. Auf der anderen Seite werden Beiträge häufiger geteilt und neue Leser von bestehenden Followern akquiriert. Eine weitere nützliche Methode ist das Posten von Quizzen in Verbindung mit Gewinnspielen. Hier kannst du die Produktpalette präsentieren. Zeitgleich setzt sich deine Zielgruppe mit dem Unternehmen auseinander. Ebenso nützlich ist es, deinen Lesern Wertschätzung zu vermitteln. Verwende hierfür dankbaren Inhalt: 

Beispiel für einen Facebook-Post mit interaktiven Content


Diese Art von Postings vermittelt der Zielgruppe ein Zugehörigkeitsgefühl. Deine Arbeit wird anerkannt und die Mehrzahl der Follower wird auch zukünftig Treue zeigen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass dieser Content mehr Likes, Kommentare und Shares generiert als informative Inhalte. 

2. Digitales Storytelling

Wie der Name schon verrät, geht es bei dieser Strategie um das Erzählen von Geschichten. Stories haben mindestens einen identifizierbaren Charakter – bspw. einen Mitarbeiter oder ein Produkt – und beschreiben ein bestimmtes Geschehnis, welches real, aber auch ausgedacht sein kann. Studien haben gezeigt, dass diese Inhalte länger im Gedächtnis der Leser verankert sind. Zeitgleich wecken Geschichten häufig Emotionen, da sich der Leser im besten Fall mit der Hauptperson identifizieren und ihr/sein Handeln nachvollziehen kann. Dieser Effekt führt zu einem steigenden Engagement und häufig zu einer bestimmten Aktion, wie dem Teilen von Beiträgen, oder dem Informieren auf der Webseite. 

„Geschichten verankern sich langfristig im Gedächtnis der Leser. Zudem wecken sie Emotionen und steigern das Engagement.“

Besonders häufig wird diese Strategie von Nonprofit-Organisationen verwendet. Naturschutzorganisationen posten beispielsweise Geschichten über ausgesetzte Tiere, die verletzt sind und keine Nahrung finden. Im Ergebnis ist der Leser emotional ergriffen. Der Leser entwickelt Mitgefühl und versucht eine Lösung für dieses Problem zu finden. Im besten Fall besteht diese aus einer Spende oder aus freiwilliger Arbeit für die Organisation. 

Natürlich ist Storytelling für NPOs sehr naheliegend, da sie häufig emotionale Erfahrungen sammeln, die menschennah sind. Aber auch für Unternehmen gibt es die Möglichkeit, von dieser Strategie Gebrauch zu machen. Kein Leser wird allerdings vom komplexen Produktionsprozess eines bestimmten Produktes emotional ergriffen sein. Wie wäre es stattdessen mit einer Geschichte über den Mehrwert eines bestimmten Produktes – wen hat dein Produkt bereits glücklich gemacht und dessen Leben deutlich erleichtert? Oder wie wäre es mit einer Story über die Erfahrungsberichte aus Sicht eines neuen Mitarbeiters? 

Beispiel für einen Facebook-Post mit Storytelling, anhand eines Erfahrungsberichtes einer neuen Mitarbeitern


Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Sammle Ideen zusammen mit deinen Mitarbeitern. Gute Geschichten entstehen täglich und finden sich überall. Versuche zu verstehen, womit sich deine Community identifizieren kann.

3. Verschiedene Arten von Emotionen

Zu guter Letzt ist der Einsatz von Emotionen ein hilfreiches Social-Media- Tool, um Leads zu generieren. Wie auch schon beim Storytelling verdeutlicht wurde, helfen Emotionen bei der Identifikation mit einem Unternehmen. Wissenschaftliche Theorien belegen, dass Emotionen Pläne, Entscheidungen und Ziele von Rezipienten beeinflussen können. Zudem haben Personen, denen eine Emotion vermittelt wurde, den Drang, diese mit ihrer Community zu teilen. 

Das Teilen von Emotionen kann folgende Effekte auslösen: Interesse, emotionale Ansteckung, Einfühlungsvermögen und Sympathie, Bindungsverhalten und verstärkte Zuneigung für den Erzähler.  Diese Erkenntnisse belegen, dass emotionale Postings einen positiven Effekt auf das Engagement der Zielgruppe mit dem Unternehmen haben. Dabei spielt außerdem die Ausprägung der Emotion eine entscheidende Rolle. Empirische Studien belegen, dass negative Emotionen mit hoher Intensität einen besonders positiven Effekt auf die Anzahl der Likes, Kommentare und Shares haben.

„Emotionen beeinflussen die Pläne, Entscheidungen und Ziele deiner Zielgruppe.“

Der strategische Einsatz von Emotionen ist komplex, da emotionale Inhalte subjektiv wahrgenommen werden. Negative Emotionen sind häufig verbunden mit dem Ausdruck von Trauer, Wut, Angst, Ekel oder Hass. Zeige deinen Lesern, was dich traurig macht – sei es die kurzfristige Schließung des Unternehmens wegen eines Virus oder wenn ein wertvoller Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Negative Nachrichten erzeugen Aufmerksamkeit und Mitgefühl bei der Zielgruppe. Jedoch solltest du unbedingt auch positive Nachrichten verbreiten, um sich weiterhin nach außen als motiviertes und erfolgreiches Unternehmen zu präsentieren. Dies kann beispielsweise im Ausdruck von Glück, Dankbarkeit oder Liebe geschehen. Vielleicht möchtest du deiner Zielgruppe zeigen, dass das Unternehmen einen Award gewonnen hat? Oder du hattest ein lustiges Teambuilding-Event? 

Beispiel für einen Facebook-Post mit stark, positiven emotionalen Content


All solche Erlebnisse sollte das Unternehmen mit seiner Community teilen. Um deine Postings besonders stark emotional zu gestalten, verwende Hervorhebungen und Verstärkungen von Wörtern (z.B. sehr/extrem glücklich, so viel, sehr viel, mehr denn je), Emoticons, Übertreibungen (z.B. glüüüüücklich) oder symbolische Hinweise durch wiederholte Interpunktionen (z.B. !!) und Großbuchstaben (z.B. HAPPY). Mit diesen unscheinbaren Hilfestellungen erreichst du deine Follower nicht nur emotional, sondern du vergrößerst auch deine Chance auf Leadgewinnung.

4. Nutzen für dein Unternehmen

Auch wenn der zeitgleiche Einsatz aller drei oben präsentierten Strategien schwer umsetzbar ist, solltest du dennoch versuchen, diese in deinem Content-Plan zu berücksichtigen und in regelmäßigen Abständen von den jeweiligen Funktionen Gebrauch zu machen. Im Gegensatz zu einer Webseite bietet Social Media den entscheidenden Vorteil, mit Zielgruppen zu interagieren und sie auf dem Laufenden zu halten. All diese Strategien sind auf einer Webseite in großem Umfang kaum umsetzbar. Du solltest daher das Potenzial, welches dir soziale Netzwerke bieten, nicht unterschätzen und versuchen, informationslastige Inhalte vorrangig auf deiner Webseite unterzubringen. Bevor du startest, überlege dir, welche Reaktion du von deinen Zuschauern erwartest. Möchtest du einseitige Kommunikation und lediglich Inhalte vermitteln ODER möchtest du, dass deine Follower mit dir interagieren? 

Wir wissen, dass der strategische Einsatz von Social-Media-Tools sich häufig komplexer als vermutet darstellt. Durch unsere langjährige Erfahrung im Bereich Social Media, bewahren wir einen Blick von außen auf dein Unternehmen und helfen dir bei der Umsetzung der strategischen Contenterstellung. 

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