How to: SEO-Texte schreiben
Was bringt guter Content, wenn er nicht in Suchmaschinen gefunden wird? In diesem Blogartikel zeigen wir dir wertvolle Tipps und Strategien, mit denen du deine Texte sowohl für Suchmaschinen als auch für Leser attraktiv gestalten kannst. Lass dich inspirieren und erfahre hier, wie du mit Links professionelle und effektive SEO-Texte zauberst.
von Veronika
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17. July 2023
17.07.2023
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Lesedauer: ca. 7 Minuten
Wie schreibt man einen perfekten SEO-Text?
Hier eine sehr einfache und kurze Antwort: Gar nicht. Denn den einen perfekten SEO-Text gibt es nicht! Das hängt damit zusammen, dass Texte auf Websites ganz unterschiedliche Themen, Formate und vor allem Nutzer-Intentionen abdecken. Grundsätzlich haben alle SEO-Texte eine Aufgabe, nämlich dem User eine Antwort auf seine Suchanfrage bzw. sein Problem schnellstmöglich zu liefern und es zu lösen. Zwar gibt es keine pauschale Anleitung für suchmaschinenoptimierten Content, jedoch ein paar Richtlinien, mit denen sich gute Rankingergebnisse bei Google, Bing & Co. erzielen lassen.
1. Schritt: Zielgruppe, Themenfindung & Keywords
Ein optimaler SEO-Text bedient die Suchintention der User. Das bedeutet: Vor dem Verfassen des Textes müssen das Thema und das Ziel klar sein, damit Nutzer die entsprechende Website anklicken.
Ist das Thema gefunden, geht es an die Recherche der Keywords. Zunächst sollten geeignete Keywords (Schlüsselwörter) definiert werden, für die ein gutes Ranking erzielt werden soll und über welche die User auf die eigene Website gelangen. Eine einzelne Seite sollte bestenfalls nur ein Keyword bedienen, wobei zwischen main keywords (Hauptkeyword) und secondary keywords (Nebenkeyword) zu unterscheiden ist. Versucht man möglichst viele Keywords gleichzeitig zu bedienen, wird die Seite schnell ungenau, zu allgemein oder nicht relevant für die einzelnen Suchanfragen. Also: lieber 100 % Fokus auf ein Keyword als jeweils 10 % auf mehrere.
Man stellt sich also die Frage: Welche Keywords deckt meine Seite ab? Der SEO-Text sollte – ebenso wie die Seite, auf der er zu finden ist – die Mehrheit der User, die das Keyword in die Suchmaschine eingeben, ansprechen. Es ist hilfreich, sogenannte „User-Personas“ zu erstellen, um ein besseres Verständnis für die Zielgruppe der Website zu bekommen. Dafür sollte man sich alle Informationen anschauen, die Google in Verbindung mit den Keywords liefert.
Die automatische Vervollständigung der Suchanfragen ist ein guter Anfang für das Arbeiten mit User-Personas, da hier zu sehen ist, wie Recherchierende ihre Suchanfragen konkretisieren, wenn sie keine passenden Ergebnisse finden oder welche Aspekte des Keywords sie besonders interessieren. Ebenso schlägt Google häufig Suchanfragen vor, die in Bezug zu dem verwendeten Keyword stehen. Auch oft gestellte Fragen sind von Bedeutung. Hier kann der durchschnittliche Wissensstand der User abgelesen werden, um später in dem eigenen SEO-Text daran anzuknüpfen.
Außerdem ist es besonders ratsam, sich die Top 5 der organischen Ergebnisse anzuschauen, die für das Keyword gelistet werden. Der Inhalt und Aufbau geben Auskunft, welches Ziel der Nutzer bei der Suche nach dem entsprechenden Keyword anstrebt. Genauso zeigt es, was Google im Zusammenhang mit diesem Keyword belohnt. Enthalten etwa alle Top-Websites ein Video? Dann könnte ein Video eine Voraussetzung sein, um für diesen Bereich ein gutes Ranking zu erzielen. Bei der Recherche der Top-Ergebnisse sollte auf den Aufbau und die Struktur der Websites geachtet werden, aber auch auf die textlichen Inhalte: Wie hoch ist die Wortanzahl? Welche Inhalte deckt der Text ab? Sind inhaltliche Lücken zu erkennen, die Du selbst mit Deinem Kenntnisstand füllen kannst, könnte das das Alleinstellungsmerkmal deiner Website werden.
Der Trick, um mit deinem SEO-Text weit vorne oder gar an erster Stelle in den Suchergebnissen zu landen, ist, dass du ihm einen USP ("Unique Selling Proposition", Alleinstellungsmerkmal") gibst - sozusagen eine individuelle Note. Behalte schon bei der Recherche im Hinterkopf, dass du deinen Text inhaltlich und im Aufbau besser gestalten möchtest, als die Texte der ersten fünf Suchergebnisse bei Google.
Übrigens: Wikipedia oder Websites staatlicher Institutionen sollte man bei der Recherche nicht berücksichtigen – auch wenn sie in den Top-Ergebnissen landen.
Tipps zur Themen- und Keywordrecherche
Überlege bei der Themenfindung, welches Ziel dein Text haben soll.
Je nach Thema ergeben sich schon Keywords, die du mit Keyword-Tools überprüfen kannst.
Überprüfe mit Tools das Suchvolumen und recherchiere nach weiteren Keywords.
Nutze Frage-Tools und die automatische Vervollständigung der Suchanfragen, um User-Personas zu erstellen.
Schaue dir die ersten fünf Suchergebnisse zu deinem Keyword an, um einen Eindruck des Aufbaus und Inhalts deiner Konkurrenz zu erhalten.
Frage dich: Wie schaffe ich es, dass mein SEO-Text besser wird, als die der ersten fünf Google-Suchergebnisse.
2. Schritt: Entwirf eine Struktur
Bevor es mit dem Schreiben losgeht, braucht dein Text eine klare Struktur, die sich mit der Suchintention der geplanten Keywords deckt. Man sollte ein grobes Gerüst aufbauen, was wo stehen soll. Wichtig ist es, bei der Strukturierung sowie bei allen weiteren Schritten nutzerzentriert zu denken. Mit der Recherche im Hinterkopf geht es an die genauere Ausarbeitung des Textes.
Es lohnt sich, zunächst den sogenannten "Küchenzuruf" in maximal zwei Sätzen zu formulieren. Dieses journalistische Mittel fasst deinen Text kurz mit den wichtigsten Informationen zusammen. Den "Küchenzuruf" kannst du später auch für das Snippet (Meta-Titel und Meta-Description) nutzen, welches in den Google-Suchergebnissen angezeigt und den User auf deinen Text neugierig machen soll.
Welche Infos kommen zuerst?
Der Text sollte die wichtigsten Informationen zuerst liefern, um User eine lange Suche nach der Antwort auf ihre Fragen zu ersparen. So können sie sich schnell und einfach einen Überblick verschaffen. Weiter unten wird der Inhalt des Textes zunehmend fokussierter, um User bei bestehendem Interesse genauere Auskunft zu geben.
Absätze und Zwischenüberschriften
Absätze und Zwischenüberschriften sind besonders wichtig, da sie ein Skimming und Scanning des Textes ermöglichen. Dabei überfliegen User den Text, um sich ein grobes Bild von dem Inhalt zu machen, und/oder lesen nur bestimmte Passagen, die für sie von Interesse sind. Außerdem lässt sich mit Zwischenüberschriften das Interesse der Leser aufrechterhalten. Dennoch ist es ratsam, von Clickbait-Formulierungen à la „Was dann passiert, ist unglaublich“ abzusehen.
Der Textaufbau: Headlines, Länge, Bulletpoints
Die Textlänge ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Oft besteht Unsicherheit darüber, ob längere oder kürzere Texte die bessere Wahl sind. Eine eindeutige Antwort darauf lässt sich nicht geben. Die ideale Textlänge hast du erreicht, wenn alle wichtigen Informationen enthalten sind. Als Orientierung können die Top 5 der organischen Ergebnisse helfen.
Einige Studien weisen darauf hin, dass längere Texte tendenziell bessere Rankings bei Google erreichen. Trotzdem sollte der Text nicht zu lang werden, da Leser sonst eher abspringen. Er sollte gerade lang genug sein, um die wichtigsten Punkte zu vermitteln, ohne unwichtige Informationen zu enthalten oder sich zu wiederholen.
Neben der Textlänge ist eine sinnvolle Überschriften-Struktur wichtig, damit Google dein Thema erkennt. Beginne mit einer H1, die Hauptüberschrift, die dein Keyword enthalt, und nutze für jedes weitere Thema eine H2. Möchtest du eine H3 verwenden, dann beachte, dass eine H3 sozusagen ein Unterthema einer H2 ist. Versuche, dein Hauptkeyword in den Überschriften unterzubringen. Doch Achtung: Kommt das Keyword zu oft vor, beeinflusst das den Lesefluss negativ.
Hast du kurze Informationen oder möchtest für den User etwas zusammenfassen? Dann verwende Bulletpoints. Sie geben dem User einen schnellen Überblick, lockern den Text auf und können sogar in den Google-Suchergebnissen angezeigt werden.
Tipps für die Struktur
Nutze deine recherchierten Informationen für ein grobes Gerüst und plane, an welche Stelle du welche Informationen schreiben möchtest.
Der "Küchenzuruf" lässt dich die Kernaussage des Textes erkennen.
Verwende eine sinnvolle Überschriften-Struktur und Bulletpoints.
Vermeide inhaltliche Wiederholungen und Clickbait-Überschriften.
3. Schritt: Den SEO-Text schreiben
Endlich ist es an der Zeit, sich dem Schreiben zu widmen. Dieser Schritt ist der wichtigste – immerhin geht es ja darum, einen SEO-Text zu verfassen – und nimmt dementsprechend auch die meiste Zeit in Anspruch. Es ist wichtig, Zeitdruck beim Schreiben möglichst zu vermeiden und genug Puffer für Korrektur, Qualitätssicherung und Überarbeitung einzuplanen.
Mit dem Snippet im Hinterkopf sollte es beim Schreiben vor allem darum gehen, ein einheitliches Ziel für die Website zu verfolgen und die Suchintention der Zielgruppe zu bedienen. Sprachlich sind dafür präzise Formulierungen, direkte Ansprachen und kurze Sätze bzw. Absätze hilfreich. Passivkonstruktionen und komplexe Fachbegriffe sollten reduziert, doppelte Verneinungen vermieden werden. Sprachliche Korrektheit ist für Google unwichtig, da Rechtschreib- oder Grammatikfehler von den Algorithmen nicht gewertet werden. Allerdings sind fehlerfreie Texte ein Muss, um Vertrauen, Seriosität und Kompetenz bei der Zielgruppe zu erwecken.
So genannte „Hooks“ wie „Es ist so:“ oder „Das Beste daran?“, die Inhalte noch einmal kurz und knackig für Leser zusammenfassen, sind hilfreiche Tools. Außerdem gilt es grundsätzlich, keine Scheu vor neuen – zum Teil auch ungewöhnlichen – Formulierungen zu haben. Schließlich willst Du eine Formulierung der Konkurrenten auf der eigenen Website nicht zum x-ten Mal wiederholen.
Kann KI einen SEO-Text schreiben?
Künstliche Intelligenz wie sie in ChatGPT, Gemini & Co. vorkommt, wird im Alltag immer nützlicher. Aber kann KI auch SEO-Texte schreiben? Die Antwort lautet "ja", bringt aber Probleme mit sich: Der KI-Algorithmus erstellt Texte auf Basis von Texten, die es bereits gibt, sodass neue Informationen oft fehlen oder sogar falsch recherchiert sind. Ebenso ist die SEO-Optimierung nicht ausreichend und auch sprachlich fehlt einem KI-Text oft das gewisse Etwas. Den eigenen Schreibstil sowie Emotionen kann eine KI einfach nicht ersetzen. Allerdings kannst du Künstliche Intelligenz für die Strukturierung deines Textes nutzen oder sie zum Brainstorming verwenden.
Beachte ebenfalls, dass der Inhalt der Texte einzigartig sein muss und keinesfalls von anderen Websites kopiert werden darf. Er sollte Expertise und Vertrauenswürdigkeit vermitteln. Es ist daher ratsam, Quellen, die im Text verwendet werden, gründlich zu prüfen und hochwertige Inhalte zu erstellen, die sich von anderen Websites abheben.
Nutze deine Keywords
Als wohl wichtigster Punkt gelten nach wie vor die Keywords – immerhin werden SEO-Texte vor dem Hintergrund von Keywords erstellt. Hier gilt: Qualität vor Quantität. Keywords sollten nicht so oft wie möglich, sondern vielmehr an prominenten Stellen im Text vorkommen. So etwa in der H1, dem Title Tag, der Meta-Description, innerhalb der ersten 100 Wörter und in einigen Zwischenüberschriften. Das Ziel ist es, einen gut lesbaren, qualitativ hochwertigen Text zu erstellen – die Keyword-Dichte ist vor diesem Hintergrund zweitrangig. Keywords müssen nicht exakt so im Text vorkommen, wie sie in die Suchleiste eingegeben werden. Sie können grammatikalisch an den Satzbau angepasst werden, da die Algorithmen von Google & Co. semantische Zusammenhänge erkennen und das Keyword trotzdem als solches wahrnehmen können.
4. Schritt: Optimieren
Als letzter Schritt wird der SEO-Text noch einmal überarbeitet und optimiert. Dabei werden Rechtschreibung und Zeichensetzung überprüft, unwichtige Passagen und Füllwörter werden konsequent gestrichen. Besonders wichtige Passagen markiert man fett, wandelt lange Sätze in mehrere kurze um und ersetzt Wortwiederholungen. Ebenso wichtig und schnell vergessen: Der Title Tag sollte sich von Konkurrenten unterscheiden!
Bringe in deinen SEO-Text auch Bilder, Grafiken oder Illustrationen ein. Sie geben dem Leser einen Mehrwert, informieren und lockern den Text auf. Beachte, dass die Bilddatei aussagekräftig benannt ist und nicht nur aus wirren Buchstaben- und Zahlenkombinationen besteht. Achte ebenfalls darauf, dass du im Backend der Website, also dem Content-Management-System (CMS) eine Bildbeschreibung für die Barrierefreiheit deiner Seite und ein Alt-Attribut hinterlegst. Dort kannst du wichtige Keywords unterbringen, die der Google-Crawler erkennt und belohnt.
Wenn du deinen SEO-Text schreibst, schau, ob du vielleicht schon andere Texte geschrieben hast, deren Inhalt zu deinem neuen Thema passen könnte. Wenn ja, setze sogenannte Backlinks und vernetze die Themen untereinander. Daraus entsteht sozusagen ein immer größer werdendes Gerüst.
Nach der Veröffentlichung des Textes bleibt nur: Geduld. Es wird eine Weile dauern, bis Google die SEO-Optimierungen im Text und auf der Website erkennt und sich das Ranking entsprechend verändert. Die ersten Ergebnisse sind meist nach zwei bis drei Monaten zu sehen.
Veronikas 10 Schritte für ideale SEO-Texte:
Zielgruppe festlegen
Keywords definieren
Top 5 organische Ergebnisse auskundschaften
Struktur überlegen
Snippet formulieren
Zwischenüberschriften nicht vergessen
Schreiben!
Korrigieren & Optimieren
Title Tag!
Hochladen & Geduld haben
Wie du gesehen hast, lassen sich SEO-Texte mit gründlicher Vorbereitung und der Befolgung fester Schritte problemlos schreiben. Dies kann viel Zeit in Anspruch nehmen - Zeit, die im operativen Alltag fehlt. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, das Schreiben von SEO-Texten in die Hände zuverlässiger Partner zu geben.
Online-Marketing-Agenturen wie brandpfeil haben langjährige Erfahrung in der Recherche von Keywords, der Entwicklung von Websites und dem Verfassen von SEO-Texten. Diese kannst du dir jederzeit zunutze machen, um einen Partner an der Seite zu haben, der dich bei der SEO-Optimierung deiner Website und den darauf enthaltenen Texten unterstützt.
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